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Die ersten Tage Die Produktion der Muttermilch wird durch das Saugen des Babys an der Brust angeregt. Beginnen Sie mit dem Stillen so bald wie möglich nach der Geburt. Ihre Hebamme und Ihre Stillberaterin werden Ihnen in den ersten Tagen zur Seite stehen. Bitten Sie sie, Ihnen zu helfen, die bequemste Position für Sie und die richtige Anlegeposition für Ihr Kind zu finden.
In den ersten Tagen produziert Ihre Brust die gelbliche, dick-flüssige Vormilch (Kolostrum). Sie ist reich an Proteinen und Vitaminen und ist sehr gesund für Ihr Baby. Je öfter Sie Ihr Baby in den ersten Tagen an die Brust legen, desto schneller wird die Produktion der eigentlichen Muttermilch beginnen. Dies geschieht normalerweise innerhalb der ersten drei Tage.
Wenn ihre Milchproduktion richtig begonnen hat, werden Sie wahrscheinlich ein Kribbeln in Ihrer Brust fühlen, sobald sie mit Milch angefüllt ist und Ihr Baby bei Ihnen trinkt. Überschüssige Milch beginnt auszulaufen (“schießt ein”) und Sie spüren eventuell einen leichten wehenartigen Schmerz, weil sich die Gebärmutter zusammenzieht während Sie stillen. Je öfter Sie jetzt stillen, desto angenehmer verläuft der Milcheinschuss für Sie.
Machen Sie es sich bequem
Setzen Sie sich in einem Stuhl bequem und entspannt hin. Halten Sie Ihr Baby in Brusthöhe, legen Sie eventuell ein (Still-) Kissen unter Ihr Baby oder stellen Sie Ihre Füße auf einen niedrigen Hocker.
Ob noch im Krankenhaus oder in der Nachsorge: bitten Sie Ihre Hebamme oder Ihre Stillberaterin, mit Ihnen gemeinsam die richtige Lage zu finden. Es ist wichtig, dass Sie beim Stillen entspannt sind und die richtige Sitzhaltung finden, da Sie Ihr Baby jedes Mal so lange stillen sollten, bis es sich selbst von der Brust löst.
Die richtige Stillposition für Ihr Baby
Drehen Sie Ihr Baby so, dass es Sie anschaut und sein Kopf auf Ihrem Unterarm liegt (nicht in Ihrer Armbeuge). Sie werden selbst merken, ob Sie den Kopf oder Nacken Ihres Babys zu-sätzlich mit Ihrer anderen Hand stützen wollen.
Denken Sie daran, dass Sie Ihr Kind zur Brust hin bewegen müssen – nicht andersherum.
Das Stillen beginnt
Halten Sie Ihr Baby so, dass seine Lippen Ihre Brustwarze berühren. Wenn es den Mund weit öffnet, ziehen Sie es ganz nah zu sich heran, so dass es Ihre Brustwarze in seinem Mund spürt und zu saugen anfangen kann.
Achten Sie darauf, dass das Kinn, die Unter-lippe und die Zunge des Babys Ihre Brust zuerst berühren und Ihre Brustwarze sich im hinteren Teil seines Mundes befindet. Zwischen der Nase des Babys und Ihrer Brust sollte jedoch ein kleiner Zwischenraum sein, damit das Baby frei atmen kann.
Denken Sie daran:
Sie geben dem Baby die Brust, nicht die Brustwarze. Es ist wichtig, daß Ihr Baby richtig liegt und mit seinem Mund einen genügend großen Teil des Brustwarzenhofes umschließt, um Ihre Milchproduktion aufrechtzuerhalten, wunde Brustwarzen zu vermeiden und sicherzustellen, dass Ihr Baby ausreichend zu trinken bekommt.
Sie sollten seine Zunge und Kiefer spüren können und seine Ohren und Schläfen sich bewegen sehen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Mund Ihres Babys Ihre Brust nicht richtig umschließt, lösen Sie mit Ihrem kleinen Finger seinen Mund von Ihrer Brust und beginnen Sie noch einmal von vorne.
Während des Stillens
Sobald Ihr Baby richtig liegt und saugt, entspannen Sie sich weiter-hin, und genießen Sie die Nähe zu Ihrem Kind.
Jedes Mal wenn Sie stillen bekommt Ihr Baby zunächst die dünnere Vormilch die seinen Durst stillt. Ihr folgt die kalorienreiche Hintermilch, die das Baby sättigt. Deshalb ist es wichtig, sich beim Stillen Zeit zu lassen. Ihr Baby sollte an einer Brust trinken solange es möchte und dann erst die andere angeboten bekommen.
Beim nächsten Stillen sollte es zuerst an diese Brust angelegt werden.
Stillhäufigkeit Achten Sie auf die Hungerzeichen Ihres Babys: Schmatzen, Suchen und Nuckeln. Weinen ist oftmals ein verspätetes Zeichen. Ein hungriges Baby sucht und nuckelt auch, wenn es an die Brust gelegt wird. Das wird in den ersten Wochen alle zwei bis drei Stunden am Tag und auch in der Nacht geschehen.
Säuglinge entwickeln zu bestimmten Zeiten einen großen Appetit, weil sie einen Wachstumsschub durchmachen. Sie wollen dann häufiger gestillt werden. Dies ist völlig normal! Fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihre Stillberaterin wenn Sie Bedenken haben.
Blähungen oder Koliken
Auch gestillte Babys können unter Koliken oder Blähungen leiden. Wenn Sie die Befürchtung haben, dass Ihr Baby derartige Probleme hat, halten Sie es im Arm und lehnen es gegen Ihre Schulter, bis es aufstößt. Wenn es meistens an beiden Brüsten trinkt, sollten Sie es eventuell auch dazwischen sein “Bäuerchen” machen lassen. Linderung können Sie mit Babymassage erreichen.
Gewichtskontrolle Wenn Ihr Baby ein geringes Geburtsgewicht (weniger als 2,5 kg) hatte oder Sie eine schwere Geburt hatten, sollten Sie Ihre Hebamme, Ihre Stillberaterin oder Ihren Arzt bitten, Ihnen bei der Kontrolle des Gewichts Ihres Babys behilflich zu sein.
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